Jetzt geht’s los: Anwohner*innen protestieren gegen Gipfel

Das hatte sich der Senat wohl etwas anders vorgestellt. Am Donnerstag sollten die Anwohner*innen zum Sicherheitskonzept und den Einschränkungen während des OSZE-Gipfel und dem G20-Treffen 2017 informiert werden. Doch viele der etwa 700 anwesenden Anwohner*innen in den Hamburger Messehallen machten ihre Ablehnung der Gipfel deutlich. Zwischen- und Buhrufe sowie durchweg kritische Fragen bestimmten die Veranstaltung. Vor der Messehalle wurde ein Transparent mit der Aufschrift Kein Gipfel ist auch eine Lösung gezeigt sowie Flugblätter an die Anwohner*innen verteilt. Weiterlesen

»Ganze Stadt im Ausnahmezustand«

Der G-20-Gipfel soll 2017 am Hamburger Schanzenviertel stattfinden

Zwar sind es noch gut zehn Monate bis zum G-20-Gipfel in Hamburg, aber hinter den Kulissen laufen längst die Vorbereitungen – und zwar bei denen, die ihn sichern, aber auch bei denen, die ihn stören wollen. Wie die Welt am 22. August berichtete, würden mindestens 9.000 Polizeibeamte aufgeboten, das Treffen der Regierungschefs der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer zu schützen. Das seien alle verfügbaren Hamburger Polizisten, für die eine Urlaubssperre gelte sowie zusätzliche Beamte aus anderen Bundesländern, die SEK-Einheiten verschiedener Länder sowie die GSG 9 des Bundes, die vor allem zur Terrorabwehr eingesetzt werden solle. Weiterlesen

Den G20-Gipfel versenken!

Die Staats- und Regierungsvertreter*innen der mächtigsten Industrie- und Schwellenländer haben sich für den 7./8. Juli 2017 zum G20-Gipfel nach Hamburg eingeladen. Während sie über Finanz- und Wirtschaftspolitik, Klimaschutz und globale Konflikte beraten, ist längst klar, dass sie die Lebensbedingungen eines Großteils der Weltbevölkerung nicht verbessern werden. Ihnen geht es darum, die eigenen Interessen durchzusetzen und die weltweiten Probleme in ihrem Sinne beherrschbar zu machen.

Bei allen Widersprüchen unter den G20-Staaten eint sie ein Ziel: Sie verteidigen die Eigentumsverhältnisse des Kapitalismus und damit eine Wirtschaftsordnung, die auf Konkurrenz, Verwertung und Profitmaximierung beruht. Die sozialen und ökologischen Folgen dieses Systems sind für die meisten Menschen verheerend.

Wir brauchen keine G20-Treffen, wir brauchen Alternativen zum ewigen Wachstumsglauben, Konkurrenz und Kapitalismus.

Unterstützt die Gipfelproteste und lasst uns gemeinsam die Umrisse einer anderen, solidarischen und klassenlosen Gesellschaft zeichnen!