Aktionsübersicht noG20

Noch 80 Tage und der G20 Gipfel in Hamburg soll beginnen. Die ersten Vorboten sind voraus geschickt worden um die „Heiße Phase“ bis zum Gipfel einzuläuten. Die Presselandschaft überschlägt sich in der Zurschaustellung von Horrorszenarien, die Polizei und ihre rechten Gewerkschaften sprechen von toten Demonstrant*innen, sollte es zu Protesten in der Hamburger Innenstadt kommen und fordern ein totales Demonstrationsverbot. Die Nobelhotels wollen aus Angst um ihr Image einige der mächtigsten Gäste nicht willkommen heißen. Das ist die Stimmung der Hansestadt im April.

Ungeachtet des bürgerlich-medialen Diskurses um Gewalt und Gegengewalt, stellen wir uns auf. Unser Ziel ist klar, den Kapitalismus und seine Gewalt, die Milliarden von Menschen leiden lässt und wofür die G20 exemplarisch stehen, bekämpfen und abschaffen.

Hamburg hat die 2. Aktionskonferenz gegen den Gipfel der 20 Mächtigsten hinter sich gebracht und langsam aber sicher lässt sich konkreter darstellen, wie und wo unsere Proteste, Ausdrücke und Aktionen stattfinden werden.

Eine erste Übersicht der Aktionswoche wollen wir euch hier präsentieren.

Mittwoch, 5.7. Gegengipfel, Rave

Ab dem 05. Juli wird der Gipfel für Globale Solidarität auf dem Kampnagel Gelände stattfinden. Der Gipfel wird als Alternativgipfel zu den G20 gesehen und von einem breitem Spektrum aus Friedensbewegung, Post-Autonomen, selbstorganisierten Flüchtlingsgruppen, Stiftungen, bis hin zu Revolutionären Organisationen getragen und mitgestaltet.

http://solidarity-summit.org/

Am Abend wird es für alle Menschen die sowohl tanzen, demonstrieren, als auch den herangekarrten 20.000 Polizist*innen keinen Schlaf lassen wollen, eine Nachttanzdemo durch die City geben.

Donnerstag, 6.7. Antikapitalistische Großdemonstration

Am Donnerstag wird es eine große Kundgebung auf dem Hamburger Fischmarkt geben, der eine antikapitalistische Großdemonstration mit Tausenden Menschen folgen wird. Das vor allem aus dem autonomen Spektrum stammende Bündnis Welcome to Hell ruft in diesem Rahmen weltweit dazu auf, Hamburg zu einem Ort und Ausrufezeichen des Widerstandes gegen die alten und neuen Autoritäten des Kapitalismus zu machen. Auf der Kundgebung werden Menschen aus den verschiedensten linken Kämpfen, revolutionären Bewegungen und basisdemokratischen Organisationen der Welt sprechen und aufzeigen, was eine Alternative zum Kapitalismus sowohl in der Utopie als auch in der realen Praxis sein kann.

Freitag, 7.7. Aktionstag: Hamburg City Strike

Am zentralen Aktionstag gegen den G20, am Tag des Beginns des Gipfels, wird es eine ganze Reihe verschiedener Aktionen geben. Blockaden, Schulstreiks und dezentrale Aktionen sollen sich ergänzen und solidarisch aufeinander beziehen. Vielfältige Protestformen werden zeigen, dass die G20, ihre Politik und die Logistik des Kapitalismus angreifbar sind. Durch die Masse an Aktionen wird Hamburg an diesem Tag nahezu komplett lahmgelegt – als Antwort auf die menschenverachtende Politik der G20 und den kapitalistischen Alltag.

Macht mit, seid dabei, seid kreativ, überraschend und unberechenbar. Helft mit Hamburg in ein vielfältiges Chaos zu stürzen und das Gipfeltreffen der Mächtigen so gut es geht zu behindern. Sie nehmen die Stadt in Geiselhaft mit ihrem Treffen, wir antworten mit einem Hamburg City Strike!

Die bisher angekündigten Aktionen für den Freitag im einzelnen:

Am Vormittag

Aus dem Spektrum des Ums Ganze!-Bündnis in Kooperation mit dem internationalen Netzwerk Beyond Europe wird es eine Aktion zur Logistik des Kapitals im Hamburger Hafengebiet geben.

https://shutdown-hamburg.org/

Ebenso im Hafengebiet angesiedelt wird es eine massenhafte Klimaaktion geben:

https://nog20klima.wordpress.com/aktionsbild/

-> leider abgesagt: The mass climate resistance action on the 7th of july had to be cancelled. There will, however, be a climate barrio at the anticapitalist camp in hamburg and an anticapitalist climate block at the demonstration on the 8th of july.

Ganztägig

Die vermutlich größte Aktion findet unter dem Namen: „Block G20 – Colour the Red Zone“ statt. Hier haben sich diverse Organisationen und Strukturen unter der Prämisse des Aktionsbildes zusammengetan und Gedanken darüber gemacht, wie man den Ablauf des G20 Gipfels stören und die Rote Zone blockieren kann.

http://www.blockg20.org/

Am Abend

Colorfull Mass gegen den G20 Gipfel. Während sich in der ersten Juliwoche Sta­atschefs ihre Fahrze­ugflotten einfliegen lassen und aus mehr­eren Bundesländern schweres Gerät von Polizei und Bundeswe­hr aufgefahren wird, wollen wir mit einer großen Fah­rradtour durch Hambu­rg eine Geschwindigkeit­sdrosselung all dies­er verbrauchsintensi­ven Fahrzeuge herbei­führen. Genießt die Musik, bestaunt ausgefallene Gefährte und werdet Teil der bunten Fah­rradkolonne!

19 Uhr, Moorweide (S-Bahn Dammtor)

In Planung

Der Zusammenschluss Jugend gegen G20 ist dabei einen Schul- und Uni-Streik zu organisieren:

https://de-de.facebook.com/JugendGegenG20/

Weitere Aktionen die (noch) nicht angekündigt sind, können erwartet werden.

Samstag, 8.07. Großdemonstration

Am Samstag wird es eine internationale, spektrenübergreifende Großdemonstration von der Moorweide, durch die Hamburger Innenstadt bis zum Heiligengeistfeld geben. Trotz massiver Einschränkungen seitens der Versammlungsbehörde und der Polizei, sowie aus dem Großteil der Parteien in der Hamburger Bürgerschaft, rechnen wir mit einer der größten und eindrucksvollsten Demonstrationen in der Geschichte Hamburgs. Innerhalb der Demo wird es einen antikapitalistischen Block geben. Eine erste Liste von Aufrufenden Gruppen und Organisationen findet ihr hier:

http://g20-demo.de/de/unterstuetzer/

Die Demonstration wird einen gemeinsamen Ausdruck von autonomen, antikapitalistischen, revolutionären und reformorientierten Gruppen und Organisationen darstellen. Alle fortschrittlichen Kräfte, die die Politik der G20 ablehnen, sind eingeladen sich zu beteiligen.

Auch wenn noch vieles offen ist und die Planungen erst allmählich konkreter werden, wissen wir eins: Im Juli diesen Jahres wird Hamburg für die G20 zum Gefahrengebiet!

Für einen Hamburg City Strike!

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